Im November 2012 zogen Aktivist_innen vom größten Asylwerber_innenlager Österreichs nach Wien, um gegen die Lebensbedingungen von Asylwerber_innen zu protestieren. Sie errichteten ein Camp in Wien, besetzten eine Kirche, manche von ihnen traten in Hungerstreik. Über zahlreiche Stationen hinweg war die Bewegung unter dem Namen Refugee Protest Camp Vienna aktiv.

Das Refugee Protest Camp Vienna ist ein Versuch der Übersetzung. Der Übersetzung des Begehrens der Refugees in hegemoniale Diskurse – Menschenrechte, Integrationswille, Leistungsbereitschaft. Der Übersetzung von Lebensgeschichten in Gesetzesparagraphen. Aber auch der Übersetzung innerhalb der Bewegung – zwischen Menschen mit höchst prekärem Status und Menschen mit gesichertem Aufenthalt. Zwischen Menschen zahlreicher Nationalitäten, Asylsuchenden, Transmigranten, Sans Papiers, Männern und Frauen. Wie lässt sich Solidarität übersetzen, wie schafft man Solidarität zwischen Ungleichen? Wo scheitert diese Übersetzung? Und was entsteht aus diesem Scheitern?


Buchpräsentationen / Interviews / Rezensionen

Interview mit Monika Mokre, Orange 94.0, 7.9.2015; Audioarchiv: http://cba.fro.at/295654

Monika Mokre im Gespräch mit Marie-Edwige Hartig (Kepler Salon, Linz, 12.11.2015), Videodokumentation: https://www.dorftv.at/video/23916

Fragmente eines Gesprächs mit Monika Mokre zum Buch "Solidarität als Übersetzung. Überlegungen zum Refugee Protest Camp Vienna", Video: https://www.dorftv.at/video/25020

Rezension von Ljubomir Bratić in: Zwischenwelt Nr. 1-2 (Mai 2016), 33. Jahrgang, Seite 88f, Text