Die jahrhundertelange Konjunktur des Individuums gerät ins Wanken. Es beginnt das Zeitalter des Dividuellen. Die schlechte Nachricht von Gerald Raunigs Philosophie der Dividualität ist, dass sich das Dividuelle im maschinischen Kapitalismus vor allem als Verschärfung von Ausbeutung und Indienstnahme zeigt: In Algorithmen, Derivaten, Big Data und Social Media wirkt Dividualität als ausufernde Erweiterung von herrschaftlicher Teilung und Selbstzerteilung. Die gute Nachricht: Genau auf dem Terrain des Dividuellen wird auch eine neue Qualität von Widerstand möglich, als kritische Mannigfaltigkeit, molekulare Revolution und Con-division.


 

Rezensionen:
Stephanie Danner: Wege zu einer «molekularen Revolution», WOZ 22/2015
Jörg Scheller, Kunstforum International, Bd. 235, Aug/Sept 2015
Coppelius, diebresche, 25. August 2015
Julia Bee, zfm - Zeitschrift für Medienwissenschaft 13 (2/2015)
Florian Grosser, Studia Philosophica 74

Radio Fro / Radio Dispositiv - Studiogespräch zu Dividuum mit Gerald Raunig: http://fro.at/article.php?id=10125