Aus dem Französischen und Italienischen von Alan Roth
in Zusammenarbeit mit Delphine Bronner, Max Heinrich, Leopold Helbich, Stefan Huber, Adrian Hummel, Robert Kirov, Sarah Lauener, Sophie Michel, Severin Miszkiewicz, Stéphane Nidecker, Roberto Nigro, Gerald Raunig, Noemi Schmid, Linda Semadeni, Juliana Smith, Timothy Standring, Jana Vanecek und Aline Weber.

Im Jahr 1983 flieht Antonio Negri nach Aufhebung seiner parlamentarischen Immunität vor der Verfolgung durch den italienischen Staat nach Paris. Es beginnt damit ein 14-jähriges Exil, in dem der marxistische Philosoph sich stärker als zuvor mit der poststrukturalen französischen Theorie von Deleuze, Foucault und anderen auseinandersetzt. Mit Félix Guattari beginnt er ein Experiment des gemeinsamen Schreibens, das Buch Les nouveaux espaces de liberté.

Neue Räume der Freiheit ist nicht nur ein Zeitdokument aus den „Winterjahren“, den bleiernen Jahren nach der staatlichen Repression gegen die italienische Autonomia und vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion, sondern zugleich auch ein vielfaches konzeptuelles Versprechen für eine Zukunft, die heute unsere ausgedehnte Gegenwart ist. Die begrifflichen Erfindungen des späten Guattari zeichnen sich hier ebenso ab wie die späteren Arbeiten von Toni Negri mit Michael Hardt. Es bricht an die Zeit der Vielheiten, des Commonismus, der molekularen Revolutionen.