Tosquelles. Politiken des Wahnsinns
ISBN: 978-3-903046-51-1
342 Seiten, broschiert, € 20,00
Erhältlich ab 17.8.2026
Herausgegeben von Isabell Lorey
Der Sammelband stellt die erste umfassende Auseinandersetzung mit den antifaschistischen, queeren und transversalen Praktiken des katalanisch-französischen Psychiaters François Tosquelles (1912–1994) im deutschsprachigen Raum dar. Seit einigen Jahren findet eine lebhafte Rezeption zu Tosquelles' Arbeit im internationalen Kunstfeld statt, mit großen Archiv- und Forschungsausstellungen, Katalogen und Filmen. Ausgehend von der transversalen Praxis in der Klinik von Saint-Alban und der institutionellen Psychotherapie, aktualisieren die Beiträge die Genealogien von Tosquelles' vielfältigem Umfeld und seiner Nachwirkung – Guattari, Simon, Basaglia, Deligny, Nerval, Marx – und befragen sie nach ihren Potenzialen für die Gegenwart.
Mit Beträgen von Christoph Hubatschke, Brigitta Kuster, Isabell Lorey, Angela Melitopoulos, Stefan Nowotny, Anne Querrien, Gerald Raunig, Francesco Salvini, Ruth Sonderegger sowie einem 1989 entstandenen Interview mit Tosquelles mit dem Titel „Eine Politik des Wahnsinns“.
INHALT
Tosquelles – antifaschistisch, queer, transversal
Einleitung
Isabell Lorey
Ergotherapie, Vagabondage und instituierende Sorge
Isabell Lorey
Déconnage
Die Füße treiben das Denken an
Angela Melitopoulos
Wahnsinn und Teilhabe
Anne Querrien
Organisierte Undiszipliniertheit
Maquis durch die Institution
Francesco Salvini
Das Ende der Welt durchleben
Zu François Tosquelles’ medizinischer Doktorarbeit
Stefan Nowotny
Um Träume queerer zu sehen …
Gerald Raunig
Für eine andere Ästhetik: der Sozialität
Tosquelles und Moten lesen den frühen Marx – und fliegen ihm davon
Ruth Sonderegger
Bumping & esquiver
Kinematographische Überlegungen zu einer/keiner Sequenz zwischen Deligny und Tosquelles
Brigitta Kuster
Transversale Maschinen
Technologie und institutionelle Analyse
Christoph Hubatschke
Eine Politik des Wahnsinns
Interview mit François Tosquelles
Kurzbios